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Stadt Harburg (Schwaben)  |  E-Mail: poststelle@stadt-harburg-schwaben.de  |  Online: http://www.stadt-harburg-schwaben.de

Reformation in Harburg

Deckenbild "Christi Himmelfahrt" (Öl auf Leinwand, um 1700)

Früh fand auch die Reformation Eingang in Harburg. Graf Karl Wolfgang, der ein eifriger Anhänger Luthers war, teilte die Herrschaft über den oettingischen Besitz mit seinem Bruder Ludwig XV. Dabei übernahm Karl Wolfgang, der in Harburg residierte, die südlich der Eger gelegenen Ämter und führte in seinem Bereich die Reformation durch. Im Jahre 1524 berief er Paul Warbeck, der Pfarrer in Heidenheim war, als Hofprediger nach Harburg. So wurde die Schlosskirche die erste evangelische Predigtstätte im Ries.

 

1539 wurde die Augsburger Konfession eingeführt, doch zehn Jahre später, beim Tode Karl Wolfgangs, fiel Harburg an die katholischen Grafen Friedrich und Wolfgang, die im Jahre 1550 in der Marktkirche wieder katholischen Gottesdienst einführten. Schon nach zwei Jahren kam Harburg an den streng protestantischen Grafen Ludwig XV. Von da an blieb Harburg protestantisch.

 

Nachdem die auf der Burg befindliche Schlosskirche zunächst als Pfarrkirche gedient hatte, wurde für die Bewohner im Tal die Barbarakapelle errichtet als Vorgängerin der heutigen, 1612 an ihrer Stelle errichteten und zur Pfarrkirche erhoben Barbarakirche.

 

Von 1564 bis 1806 war es Sitz erst gräflicher, dann fürstlicher Spezialsuperintendenten, die sich dann von 1806 bis 1851 kgl. bayerische Dekane nannten. In diesem Jahr wurde das Dekanat nach Ebermergen verlegt. Auch das Pfarrgebiet änderte sich; es war früher größer.

 

Die Wörnitz als Bistumsgrenze bedingte eine andere Entwicklung des linksseitigen Gebietes, das zur Eichstätter Pfarrei Mündling gehörte.

 

Die älteste Kirche Harburgs, die dem Erzengel Michael geweihte Schlosskirche, steht nicht mehr. Die heutige Schlosskirche geht im wesentlichen auf den Umbau von Fürst Albrecht Ernst II. in den Jahren 1720/21 zurück.

 

Aus "Landkreis Donauwörth", S. 355

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