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Stadt Harburg (Schwaben)  |  E-Mail: poststelle@stadt-harburg-schwaben.de  |  Online: http://www.stadt-harburg-schwaben.de

Die Wörnitz

Arme der Wörnitz und Inseln in Harburg

Die Wörnitz ist 130 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung lang. Das ist nicht besonders viel für einen Fluss. Aber die Wörnitz wirkt länger. Mit dem Boot erlebt man die Landschaft besonders intensiv durch Kehren und Schleifen. Der Wanderer verlässt gerne das Flussufer, um die Sehenswürdigkeiten am Rande wie z. B. die mittelalterliche Harburg anzusehen.

 

Der Fluss entspringt im Naturpark Frankenhöhe bei Schillingsfürst, fließt durch ein breites Tal zwischen der Schwäbischen und der Fränkischen Alb und will mit seinen vielen Windungen und Kehren nicht so recht in die Donau münden.

Grossansicht in neuem Fenster: Steinerne Brücke 

Die Wörnitz ist nicht allzu breit, nicht allzu tief und recht fischreich. Oberhalb von Wassertrüdingen nimmt die Wörnitz die Sulzach auf. Jetzt wird sie gemütlicher und etwas breiter. In Schleifen und Bogen schlängelt sich das Flüsschen durch das als Folge eines Meteoriteneinschlages entstandene Ries. In der Talenge bei Harburg schafft sie den Ausbruch aus dem Rieskessel. Ihn füllte vor Jahrmillionen der urgeschichtliche Riessee, der in dem fast kreisrunden Einschlagskrater eines Meteoriten entstanden war. In Harburg angekommen, breitet sich die Wörnitz weit aus und die “Schiffwiesen-Insel” teilt sie vor der Steinernen Brücke in zwei Arme, die zum einen zur früheren Stadtmühle und zum anderen zur ehemaligen Bruckmühle führen.

Grossansicht in neuem Fenster: Wörnitz 

Alte Wehre, die ehemals zur Wasserregulierung dienten, stauen das Wasser vor den Mühlen. Auch unterhalb der Brücke bleibt das Flüsschen noch eine Strecke geteilt und findet erst “Am Gries” vor der Betonbrücke, wieder zusammen, um in zahlreichen Schleifen der nahen Donau zuzufließen. Auf seinem Weg durch den Ort wird der Fluss burgseits von den Mauern der Häuser oder kleinen Hausgärten begrenzt, auf der anderen Seite von der Staatsstraße, die nach Wemding führt. Ganz gleich, von wo aus der Betrachter auf Harburg schaut, er empfindet unmittelbar, wie sehr die Wörnitz mit ihren von Sträuchern und Bäumen bewachsenen Inseln das Stadtbild belebt und verschönt. Die Wörnitz gehört zu Harburg ebenso wie die Burg über dem Städtchen.

 

Selbst die Hochwasser, die das Städtchen immer wieder heimsuchen, sind ein Teil Harburgs. Dass die so träge dahinfließende Wörnitz, die “Wenz”, gewaltige Wassermassen führen kann, zeigt eine Tafel, die an der Giebelseite eines Hauses auf der Brücke angebracht ist und die “übernormalen” Hochwasser der Jahre 1845, 1882, 1919 und 1956 anzeigt. Weitere solche Hochwasser sind in den Jahren 1970, 1988, 1993 (Jahrhundert-Hochwasser) und 1994 zu verzeichnen. Von einem richtigen Hochwasser sprechen die Harburger übrigens erst dann, wenn das Wasser der Wörnitz in die Häuser “Am Gries”, im “Egelsee” und in der “Donauwörther Straße” eingedrungen ist.

 

Am Fuße der Harburg, kann der Bootswanderer an der Steinernen Brücke sein Boote einsetzen und dem mäandernden Fluss in Richtung Brünsee und Ebermergen folgen. Bei Wörnitzstein erreicht er ein Wehr, welches auf der rechten Seite umtragen werden muss. Weiter geht es auf ruhigen Wassern. Der Fluss schlängelt sich an Felsheim vorbei, und schon bald ist auch Donauwörth zu erkennen. Es dauert aber noch eine geraume Weile, bis man es nach zahlreichen Schleifen und Kehren erreicht.

 

Charakter: Der Wanderfluss ist ab Harburg für alle Bootstypen geeignet.

 

Beste Zeit: Von April bis Mitte Oktober

Einstieg: In Harburg bei der alten Steinbrücke mit Parkmöglichkeit

Ausstieg: An der Westspange beim Kanu-Club Donauwörth. von hier aus ist Harburg gut mit dem Fahrrad erreichbar.

 

 

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