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Stadt Harburg (Schwaben)  |  E-Mail: poststelle@stadt-harburg-schwaben.de  |  Online: http://www.stadt-harburg-schwaben.de

Beschreibung Marktplatzbrunnen in Harburg (Schwaben)

Marktplatzbrunnen

Erbaut im Jahre 1997.

Künstler: Fred Jansen, Bildhauer, Lehmingen 3, 86732 Oettingen

Reliefdarstellungen an den Außenseiten der Bronzebecken:

 

Becken 1:      

im Flachrelief stilisierte aussterbende Zünfte:            

Hufschmied, Flachsbrecher, Faßner, Korbflechter, Schlosser, Wörnitzfischer, Hafner und Schuhmacher.

 

Becken 2:   

hier wird in Kopfhöhe das geschichtliche Geschehen Harburgs dargestellt.

Bruckmühle mit Hochwassersteg – diese Szene zeigt die Verbindung von Harburg über die alte Wörnitz-Brücke und dem ehemaligen Hochwassersteg zur „Pfalz“, dargestellt durch das bayerische Wappen.Das Mühlrad als Hinweis auf den Lauf der Zeit. Im Hintergrund namentlich erwähnt die Barbara-Kirche, evangelisch, 1612 neu aufgebaut. Unterhalb der 1754 erbauten Synagoge weist ein Lehrer symbolisch auf die Geschichte Harburgs, der Bürgermeister mit Urkunde zur Stadterhebung 1849 hin. Ein Pfarrer ergänzt das Bild der wichtigen Persönlichkeiten der Stadt. Schriftliche Erwähnung findet das glimpfliche Ende der Belagerung von Franzosen gegen die in der Burg verschanzten Österreicher, deren Kapitulation und das darauf gründende Bockfest, welches alljährlich stattfindet. Als weitere plastische Darstellung ist Schwedenkönig Gustav Adolf zu sehen, welcher 1632 in Harburg speiste und von den Harburgern hohe Kriegsabgaben forderte.

 

Vorgelagerte, figürliche Sagengestalten sind ganz bewusst nur mit Schrifteinsätzen erwähnt, um das Erzählen der Sagen wiederzubeleben.

 

Sagen: der Schäfer vom Hüllenloch, Teufel im Glas, Letzte Hinrichtung 1809, der feurige Hund von Eisbrunn.

 

Quellenhinweis: Geschichten, Sagen und Legenden aus dem Ries und seiner Nachbarschaft, Verlag F. Steinmeyer, Nördlingen.

 

Becken 3: 

Im Flachrelief, Silhouette der Burg mit folgenden Textbeiträgen:

 

1150 Harburg, Burg über dem Sumpfland, zählt unter Stauferkönig Konrad III. zu den Reichsfesten.

 

1251 König Konrad IV. übertrug Stadt Harburg an Ludwig III., Graf von Oettingen

 

1299 Unter Albrecht I. gerät auch die Burg als Pfandgabe an Graf Ludwig V. von Oettingen.

 

1418 König Sigismund legt urkundlich fest, dass Burg und Ort nicht getrennt werden dürfen.

 

1539 Graf Wolfgang von Oettingen bekennt sich zur Reformation. Die Schlosskirche Harburg wird erste evang. Kirche im Ries.

 

1731 Die Linie Oettingen – Wallerstein übernimmt die Harburg.

 

Blutglocke:

das im Volksmund bezeichnete „Bring-Geld-Glöckle“ auch als Sühneglocke bekannt, wird an einem schmalen Bogen an der Spitze des Brunnens befestigt.

 

Vollplastische Figuren: 

Nachtwächter mit Hellebarde, bis 1962 noch im Dienst (Hr. Bernhard). Marktfrau, sie preist mit ihrem Gemüsekorb Ware an und weist auf die Markttradition Harburgs hin. Polizeidiener, namentlich Thum bis 1935.

Graf Ludwig III., mit Wappenschild im Festgewand.

 

Wasserbewegung und –lauf:   

Das Wasser beginnt unterhalb der Glocke im obersten Becken als Sprudel

hervorzuquellen und bewegt sich sanft über dieses Becken. Ebenso tritt aus dem

zweiten Becken sprudelnd hinter den Figuren das Wasser heraus. Das Wasser

umgibt den oberen Teil der Anlage kaskadenförmig mit einem leichten Schleier, der

klangvoll im untersten Becken endet.

 

Technische Hinweise: 

Bronzeteile wurden im Wachsausschmelzverfahren gegossen. Wasserzuführung

erfolgt in zwischen den Zylindern befindlichen Stegen (Kupferleitungen von 1 ½ Zoll –

½ Zoll). Gesamtwassermenge ausgerichtet auf 1 ½ Zoll, einzelne Leitungen können

mittels Flutventilen dosiert werden.

 

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