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Mündling Geschichte

Das Pfarrdorf Mündling liegt 550 Meter hoch über dem Wörnitztal auf der Alb im schwäbischen Sprachgebiet. Schon im Jahre 805 wird der Name Mündling erwähnt, als ein gewisser Christian dem Kloster Lorsch bei Mainz die dortige St.-Johannes-Kirche schenkte. Sie wurde im Jahre 868 an König Ludwig vertauscht. Zwischen 1057 und 1075 wurde eine zweite Johanneskirche in Mündling durch Bischoff Gundekar von Eichstätt geweiht. Von einem zwischen 1190 und 1365 dort auf einer Burg ansässigen Ortsadel werden mehrere Vertreter urkundlich erwähnt. 1190schenkt Mangold IV. von Donauwörth den Kirchensatz von Mündling dem Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth. 1226 übereinigten Kaiser Friedrich II. und König Heinrich VII. diesen Kirchensatz dem Kloster nunmehr als freies Eigen. 1250 schließlich inkorporierte Bischoff Heinrich II. von Eichstätt dem Kloster die Pfarrei Mündling mit der Verpflichtung, dort einen Ewigvikar zu unterhalten.

 

Die Grundherrschaft war auch in Mündling geteilt zwischen dem Grafen von Graisbach, auf die 1342 die Herzöge von Bayern folgten, und dem Kloster Kaisheim. Von 1505 bis 1808 gehörte Mündling zu Pfalz-Neuburg. Auch die Inkorporierung der Pfarrei nach Heilig Kreuz blieb bis zur Säkularisation bestehen. Als Großleheninhaber und Pfarrherr hat Heilig Kreuz Kirche und Pfarrhof 1623/25 neu erbauen lassen. Hiervon blieb nur der Turm stehen, als im Jahre 1752 die heutige Kirche errichtet wurde. Sie zeigt eine Flachdecke und Pilaster als Wandgliederung und eine geschwungene Empore, die von außen durch einen Zugang betreten wird. Im Norden steht der im Unterbau rechteckige und im Oberbau achteckige Kirchturm, der durch ein Zeltdach abgeschlossen wird. Das Innere zeigt eine Ausstattung im Rokokostil. Das Deckenbild im Chor stammt von Johann Benedikt Reißmüller, Altäre und Antependium stammen von Johann Baptist Enderle aus Donauwörth. Zu Mündling gehört auch die Einöde Olachmühle.

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