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Stadt Harburg (Schwaben)  |  E-Mail: poststelle@stadt-harburg-schwaben.de  |  Online: http://www.stadt-harburg-schwaben.de

Ebermergen Geschichte

Das zwischen Donauwörth und Harburg vom rechten Ufer der Wörnitz ansteigende Pfarrdorf Ebermergen verdankt seinen Namen , dessen Form im 12.Jahrhundert Ebermaringen lautete, wahrscheinlich einen alamannischen Ansiedler Ebermar. Es findet sich schon 1190 in einer Urkunde Augsburger Bischof Udalskalk , in der unter den anwesenden Priestern ein Wilhelm Ebermaringen erwähnt ist, und 1227 in einer Urkunde, durch mehrere Güter diese Ortes an den Grafen von Dillingen abgetreten wurden. Einige der übrigen Güter haben die Klöster Heilig Kreuz (1250) und Kaisheim (1270 und 1275) erworben , andere , darunter das Pfarrhaus, die Deutschen Herren (1364) die meisten aber nach und nach die Grafen von Oettingen, die durch das Oberamt Harburg auch die Dorfherrschaft ausübten.

 

Das Patronatsrecht der alten, weit ausgedehnten Pfarrei fiel 1328 von den Söhnen des Reichsammanns Reinward durch Kauf an Oettingen, 1364 ebenfalls durch Kauf an die Konturei Mergentheim des Deutschen Ordens, die es mit dem großen Zehnten später an die Konturei Donauwörth abgab, bei welcher es auch nach seiner ersten Protestantisierung (1540) noch lange Zeit geblieben ist. Wie viele andere Gemeinden hatte nämlich auch diese das Schicksal, in mehrmaligem Wechsel bald von katholischen, bald von evangelischen Geistlichen betreut zu werden, bis sie durch den Frieden von 1648 endgültig der neuen Lehre überlassen wurde.

 

Die im Grundaufbau wohl romanische Kirche, deren Schutzheilige die Apostel Petrus und Paulus waren, erhielt in der spätgotischen Zeit den Chor angebaut, über dem sich der durch ein Pyramidendach gekrönte Turm erhebt. Sie wurde jedoch in den Jahrhunderten nach der Reformation größtenteils umgeformt und noch einmal erweitert. Im Süden, außerhalb des Dorfes, geben noch die Reste einer Ringmauer Kunde von der Georgskirche, die auch Pfarrkirche genannt wurde, weil in ihr die eingemeindeten katholischen Bewohner der Umgebung getauft, getraut und beerdigt wurden, bis sie von 1730 an, wegen Baufälligkeit nicht mehr betreten werden durfte.

 

Moll (1760) erzählt, dass die Gemeinde zwei „Kleinode“ besessen habe: einen Gemeindewald und eine Gemeindewiese, von denen jeder Bürger jährlich zwei Klafter Holz und 25 Wellen sowie Futter für ein Stück Vieh bekam. Er berichtet ferner, dass von den Anwesen seinerzeit 87 zu Oettingen, 30 zum Deutschen Orden, zwei zu Kaisheim, eins zu Nördlingen und drei zu Heilig Kreuz gehörten und dass im Dorf noch Überreste eines Schlössleins der Herren von Landeskirchen zu sehen seien.

 

Am Wege nach Harburg, am Gasbrunnen (vermutlich Geißertsbrunnen), wohnten Eremiten, die nach einer erhaltenen Urkunde im Jahre 1294 vom Augsburger Bischof ausgewiesen wurden.

 

Zu Ebermergen gehörten einst folgende Ansiedlungen: Binsberg, Brünsee-Marbach, Kefenried, die Untere Reismühle, Huttenbach, Dittelspoint, Maggenhof und Härtnitzweiler (Schöttle- und Kraterhof), Razmannshof, Reichertsweiler, Schwarzenberg, Seiberweiler oder Faulhof; sie waren meist katholisch und wurden 1810 den Nachbarkirchen zugeteilt. Schließlich sei noch erwähnt, dass in Ebermergen 1846 bei de Anlegung der Bahnlinie frühbronzezeitliche Gegenstände und merowingische Reihengräber entdeckt wurden.

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